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Der Verlustvortrag

Ein Verlustvortrag ist die Summe aller Verluste, die im vergangenen Veranlagungszeitraum (vergangenes Kalenderjahr) angefallen sind und nicht mit positiven Einkünften, also Gewinnen, verrechnet werden konnten. Diese können aber auf spätere Veranlagungszeiträume vorgetragen werden. Dies spielt steuerrechtlich als auch handelsrechtlich eine Rolle – im ersten Fall bei den abzugebenden Steuern an den Staat, im zweiteren bei der Erstellung des Jahresabschlusses eines Unternehmens.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag ist ein durch Beschluss über die Gewinnverwendung verbleibender Rest des Gewinns. In der Bilanz wird er als gesonderter Posten ausgewiesen und auf das nächste Jahr übertragen. Er zählt dann zum Eigenkapital, der entweder an die Teilhaber ausgeschüttet werden oder als Rücklage für zukünftige Projekte verwendet werden kann.

Gegenüberstellung

Gewinn- und Verlustvortrag werden in der Bilanz (Jahresabschluss) auf der Passivseite aufgeführt und gegeneinander verrechnet. Verluste, die wie oben beschrieben dabei nicht ausgeglichen werden können, werden vorgetragen. Gewinne, die nach Verrechnung übrig bleiben, ebenfalls. Allgemein beinhaltet der Verlustvortrag die Absicht, die Verluste aus den vergangenen Jahren mit den Gewinnen, die für die Zukunft erwartet werden, zu verrechnen. Durch diese Verrechnung senken die gemachten Verluste, die sich steuerlich im vergangenen Jahr nicht ausgewirkt hatten, die Steuern, die für den zukünftigen Veranlagungszeitraum anfallen würden. Damit stellt der Verlustvortrag eine gute Möglichkeit zum Erhalt der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens dar, die allerdings einschränkenden Vorschriften unterworfen ist: In vielen Staaten des Globus ist in aller Regel nur eine Verrechnung mit innenländischen Verlusten zugelassen.
Ein Verlustvortrag kann für ein Unternehmen aber auch das Hauptmotiv sein, einen anderen Konzern zu übernehmen. Gewinne des übernehmenden Unternehmens werden dabei mit den Verlusten des übernommenen Konzerns, die dieser in den nachfolgenden Veranlagungszeitraum mitgenommen hat, verrechnet.

Der Verlustvortrag ist die Summe aller Verluste, die im vergangenen Veranlagungszeitraum angefallen sind.

Der Verlustvortrag ist die Summe aller Verluste, die im vergangenen Veranlagungszeitraum angefallen sind.

Der Gewinnvortrag stellt den Bilanzgewinn des vorangegangenen Veranlagungszeitraums dar. Wird er in das Folgejahr vorgetragen bewirkt dies einen Aufschub der Beschlussfassung, wodurch bis zum nächsten darauffolgenden Jahresabschluss entschieden werden kann, ob der Gewinnvortrag als Rücklage verwendet werden soll. Wurde bis zum nächsten Jahresabschluss keine Veränderung gewünscht, muss der Gewinnvortrag in den Bilanzgewinn eingespeist werden, wodurch er ein Teil des Eigenkapitals wird ohne dass hierfür eine spezielle Verfügung notwendig wird.

Verlustrücktrag

Ein Verlustrücktrag ist das Gegenteil des Verlustvortrags: Verluste eines Kalenderjahres, die zunächst vorgetragen wurden, können rückwirkend auf das vergangene Jahr geschoben und dort vom Gesamtbetrag der Einkünfte des Vorjahres abgezogen werden, und zwar vorrangig vor dem Abzug anderer Ausgaben. Dies kann dazu führen, dass sich nachträglich Steuernachforderungen ergeben, die ein Verlustvortrag vermeiden würde. Anders als ein Verlustvortrag kann bei einem Verlustrücktrag die Höhe der rückzutragenden Summe bestimmt werden.